Der Contest, ein Wettkampf der Funkamateure

 

Der normale Contest läuft so ab: Es gibt eine Auschreibung im Internet und den Funkamateurzeitschriften.
Diese Ausschreibung regelt dann die Teilnehmerklasse, auf welchen Bändern der Contest laufen soll und was die Stationen austauschen sollen, z. B eine fortlaufende Nummer, ihren Namen o.ä...
Wenn der Contest dann beginnt, arbeitet jeder von seiner Station aus. Er sucht sich auf den Bändern eine Station, die mitmacht, und nennt sein eigenes Call, wenn diese Station CQ ruft.

Antwortet die rufende Station, dann tauscht man die nötigen Informationen aus, meist ist das der Rapport und eine fortlaufende Nummer, die angibt, wieviele Verbindungen man schon in diesem Contest getätigt hat.
Diese Nummern werden von den Auswertern zur Kontrolle gebraucht.
Was ausgetauscht wird ist vom Veranstalter vorgegeben.
So versucht man möglichst viele Funkverbindungen unter bestimmten Bedingungen zu machen.

 

Multipliatoren

Es ist so, das bestimmte Verbindungen mehr Punkte bringen als nur einen. Diese Verbindungen sind die Multiplikatoren, die es fast jedem Contest gibt. Zum Beispiel sind das bei den Regionalcontesten die vom Deutschen Amateur Radio Club veranstaltet werden, die Stationen der Ortsverbände des jeweiligen Gebietes.
Man versucht so viele Multiplikatoren wie möglich zu bekommen, denn das Endergebnis errechnet sich wie folgt: Summe der gearbeiteten Stationen mal die Summe der Multiplikatoren. Das ist eine wichtige taktische Komponente. Denn wenn es zum Beispiel erlaubt wäre, das es egal wäre, welche Stationen man erreicht, Immer dieselbe Punktzahl gibt,könnte man ja einfach nur die umliegenden Stationen machen und dadurch schon viele Punkte bekommen. Allerdings möchte man, mit einem Contest eine bestimmte Aktivität hervorrufen. Zum Beispiel die thüringischen Stationen möglichst häufig in die lockt Bücher der anderen Teilnehmer zu bekommen. Also erklärt man diese Stationen zu Multiplikatoren. Nun muss man das richtige Verhältnis finden, aus Stationen die Punkte ergeben, und Stationen die Multiplikatoren ergeben. Das macht den Contest auch taktisch anspruchsvoll, denn nur wer viele Multiplikatoren hat, kann auch in der. Wertung weit vorne liegen, denn die Multiplikation der Ergebnisse ergibt die ein Punktzahl.

Ein Fiktiver Beispielcontest:
Für jedes neue Land gibt es einen Multiplikator:
UTC        Call    RST Nummer     land     PT.        Multi
1201    DL2DE    59001        DL        1        1
2102    DL3DR    59023        DL        1       
1204    F4DE    59032        DL        1        1
Erklärung:
Beim ersten Kontakt habe ich 001 bekommen. Ich habe 59 001 gesendet, weil ich die Station gut gehört habe(5) und sie mit S9 (9) bei mir eintraf und es mein erstes QSO in diesem Contest(001) war.
Der Funkpartner war aus Deutschland (DL), das Land hab ich noch nicht gearbeitet, also ein Multiplikatorpunkt.
Beim zweiten Kontakt habe ich 002 gegeben und 023 bekommen. Mein Funkpartner hatte das 23. QSO im Contest., er ist aus Deutschland, also kein neuer Multiplikatorpunkt, da ich DL schon hatte.
Beim dritten Kontakt ist es ein Franzose, er bekommt 003 und ich die 32. Es ist ein neues Land und so bekomme ich ein neuen Muli.


Abrechnung:
Die Summe der Punkte: 3 mal die Anzahl der Multis 2
3x2=6 ich habe also 6 Punkte.

 

Regionale Conteste

Der Deutsche Amateurradio Club veranstaltet ungefähr einmal im Jahr einen Contest für jedes deutsche Gebiet. Das heißt einmal gibt es einen für Hessen, einmal für Thüringen, einmal für Bayern usw. Bei diesen Contest ist es so, dass die Stationen die in diesem Gebiet liegen, jeweils ihren DOK als Multiplikator anbieten. Also wer im Ortsverein Giessen mit DOK F07 ist, ist im Hessencontest ein Multiplikator. (Jeden Multiplikator kann man nur einmal bekommen, die nächste Station, die denselben Multiplikator verteilt, zählt dann nur noch als normale Verbindung.)

Internationale Conteste

Während die lokalen Conteste zeitlich meistens relativ beschränkt werden, sind bei den großen Contesten auch mal ein bis zwei Tage Dauer möglich. Sehr häufig werden sie auf Kurzwelle ausgetragen. Dadurch werden internationale Verbindungen relativ wichtig. Auch die Teilnehmerzahl ist größer.
UKW Contest
Der Wettkampf auf Ultrakurzwelle ist eine besonderer Form des Wettkampfes unter Funkamateuren. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass die Ultrakurz -Wellenverbindungen durch ihre Ausbreitungscharakteristika nicht so weit gehen wie die Verbindungen auf Kurzwelle. Hier kommt es sehr häufig auf die überbrückte Entfernung an. Dazu tauschten die Funkamateure ihren Standort aus. Aber um nicht mit Ortsnamen anfangen zu müssen und dann auf einer Karte nach zu messen, wie weit es denn war, gibt es im Amateurfunk den so genannten Locator. Das ist eine Einteilung der Welt in Groß- und Kleinfelder. Dadurch lässt sich die Entfernung zwischen zwei Punkten leichter berechnen. Um von einem anderen Locator aus zu senden, wird häufig auch Portabel-Betrieb gemacht.

 
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